Begierde - Liebeskarte

Begierde

Liebeskarte - Begierde

Die Liebeskarte Begierde betont vor allem den körperlichen Aspekt der Liebe. Dabei umfasst sie sowohl das reine Verlangen nach anderen Menschen, wie auch tatsächliche Berührungen und Zärtlichkeiten.

Manchmal entwickeln sich tiefe Gefühle aus einem anfänglich vorwiegend Begierden entspringenden Miteinander. Auf einer gewissen Ebene stellt diese Karte des Liebestarots eine Kraft dar, die Anreiz und Motivation sein kann, die Nähe eines bestimmten Menschen zu suchen oder neuen Kontakten gegenüber aufgeschlossen zu sein. Eine langfristige Partnerschaft aber rein auf das körperliche Verlangen aufzubauen, wäre natürlich keine ausreichende Grundlage. Dagegen spricht auch eine mögliche Veränderung des gegenseitigen Verlangens im Laufe einer Beziehung.

Spirituell gesehen kann das gezielte oder sogar rituelle Ausleben von Begierden zu einem höheren Bewusstsein führen. Paradoxerweise gilt das anderen Ansätzen zufolge auch für den Verzicht auf den körperlichen Akt. Aus psychologischer Sicht werden Triebkräfte zudem regelmäßig in kulturelle, berufliche, kreative oder sportliche Leistungen umgewandelt. Doch bekanntlich führen mehrere Wege zum Ziel. Alchemisten und andere Esoteriker sahen in der Verbindung aus dem Männlichen und dem Weiblichen einen Schlüssel zu innerem Wachstum und zur Erleuchtung. Obwohl diese Theorie eher geistig-meditativ zu verstehen ist, lässt sie auch Raum für eine Auslegung, die auf körperliches Erleben beruht.

Symbolik des Apfels

Die Begierde ist eine Kraft, der man schon in der Mythologie viel zugetraut hat. Die fünfte Karte des Liebestarots stellt einen Apfel dar, der als Zankapfel der Göttin Eris gesehen werden kann und der den Trojanischen Krieg ausgelöst hat. Die von diesem Apfel ausgehende chaotische Triebkraft ist der Gegenpol zur Ordnung. Beide Pole stellen auf Ebene des inneren Erlebens das menschliche Bewusstsein dar, und auf äußerer Ebene das gesamte Universum.

Durch die Symbolik des Apfels will dieses Tarot darauf hinweisen, dass die Begierde ein nicht wirklich kontrollierbarer Teil jener chaotischen Ordnung ist, die wir Beziehung nennen.